2. September 2015

Elternspenden zur Förderung des Unterrichts- und Erziehungsarbeit an öffentlichen Schulen

Zur Förderung des Unterrichts- und Erziehungsarbeit an Schulen sowie die Verwaltung und Verfügung über Spendenaufkommen obliegt den Eltern. Den Eltern steht es frei, zu diesem Zweck privatrechtliche Vereinbarungen zu bilden.

Die Geschäftsführung und der Schriftverkehr sind so einzurichten, dass die Unabhängigkeit von der Schule gewährleistet und stets eindeutig erkennbar ist. Schreiben, die im Zusammenhang mit der Elternspende stehen, dürfen nicht von der Schulleitung oder von Lehrkräften der Schule unterschrieben oder mitgezeichnet werden.

Der Schulleitung, Lehrkräften, sonstigen Schulbediensteten und Schüler wird untersagt, Einblick in die Spendenlisten der Eltern zu nehmen.

Zum Einsammeln der Spenden, zur Verwaltung und hinsichtlich der Verfügung über das Spendenaufkommen wird empfohlen einen Förderverein zu bilden.

Besteht kein Förderverein wird die Elternspende vom Kassierer verwaltet, die der Schulelternbeirat wählt. Der Kassierer führt das Konto und holt auch die in der Schule gesammelten Beträge ab.

Die Verfügung über das Spendenaufkommen soll einem aus mindestens drei Personen bestehenden Bewilligungsausschuss obliegen. Dem Bewilligungsausschuss sollte möglichst die Schulleitung oder von diesem benannte Lehrkraft angehören.

Quelle: Erlass vom 03.09.2013

2. September 2015

Die Selbstständige Schule in Hessen

Die Schule ist selbständig in der Planung und Durchführung des Unterrichts und des Schullebens, in der Erziehung und in der Verwaltung ihrer eigenen Angelegenheiten.

Die Stärkung der Selbstständigkeit von Schulen ist ein wesentliches Anliegen der Hessischen Landesregierung. Die Schulen benötigen mehr Flexibilität und Handlungsspielräume, um auf die unterschiedlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort reagieren zu können.

Die öffentlichen Schulen sind nicht rechtsfähige öffentliche Anstalten. Sie können jedoch auf der Grundlage einer allgemein oder im Einzelfall erteilten Ermächtigung und Im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel Rechtsgeschäfte mit Wirkung für den ermächtigten Rechtsträger abschließen und für diesen Verpflichtungen eingehen.

Bei Abschluss der Rechtsgeschäfte handelt die Schulleitung in Vertretung des Rechtsträgers. Die Rechtsgeschäfte müssen der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule dienen (§ 127a HSchG).

Mit der Möglichkeit, „Selbstständige Schule“ zu werden, erhalten die hessischen Schulen erweiterte Freiheiten, um Qualitätsverbesserungen in der schulischen Bildung herbeizuführen. Insgesamt haben sich 39 allgemeinbildende Schulen aller Schulformen (SES) und 36 berufliche Schulen (SBS) in Hessen auf den Weg zu einer „Selbstständigen Schule“ begeben (Stand: Schuljahr 2012/2013).

Ein elementarer Bestandteil dieses Umwandlungsprozesses ist die Bewirtschaftung eines eigenen Budgets, denn sie gibt den Schulen Freiraum für eine stärkere Profilbildung. Die Schulen nutzen zudem die erweiterten Entscheidungsbefugnisse der Schulleitung der Personalgewinnung und -entwicklung zur Verbesserung der individuellen Förderung.

Dazu gehören die Reduzierung der Nicht-Versetzungsquote oder die Verbesserung der Durchschnittsnoten der Abiturienten und Abiturientinnen. Auch werden die Entwicklung schulspezifischer Fachcurricula, Schulcurricula, der Auf- und Ausbau eines Feedback-Systems oder die Verbesserung des schulischen Rhythmisierungskonzepts angestrebt.

Hierfür erhalten die Selbstständigen Schulen eine über die Grundunterrichtsversorgung hinausgehende Stellenzuweisung von drei Prozent (zum Schuljahr 2013/2014 fünf Prozent) und können über freie Personalmittel eigenverantwortlich verfügen.

12. Januar 2015

Bildungswege in Hessen

Hier finden Sie Informationen zu den Bildungswegen in Hessen:

pdf_iconBildungswege_2014

30. September 2014

Fortbildung für Eltern

Hier finden Sie Informationen zum elan Hessen sowie das aktuelle Fortbildungsprogramm für das Schuljahr 2015/2016.

Wird vom Kreiselternbeirat Darmstadt-Dieburg empfohlen!

pdf_iconFlyer elan-DA Schuljahr_2015-2016 docx

 

 

31. Juli 2014

Schulkonferenz (Schuko)

Die Schuko ist das Organ, gemeinsamer Beratung und Beschlussfassung, in der die Schulgemeinde

  • Eltern
  • Lehrer und
  • Schüler

zusammenwirken.
Anzahl der Mitglieder:
Das Gesetz gibt einschließlich des Schulleiters, der kraft Gesetz den Vorsitz hat, die Mindestzahl von elf vor. Die Hälfte der Mitglieder stellt die Personengruppe der Lehrkräfte, die zweite Hälfte die der Eltern und Schüler und zwar nach Schulstufen in unterschiedlicher Zahl. Die Schüler können erst ab Jahrgangsstufe 8 gewählt werden. Die Anzahl der Mitglieder kann auf bis zu 25 erhöht werden. Über eine Erhöhung der Zahl der Mitglieder müssen sich Gesamtkonferenz, Schulelternbeirat und Schülerrat einig sein.
Die Schuko ist ein weiteres Entscheidungsgremium, zusätzlich zu der Gesamtkonferenz der Lehrkräfte, dem Schulelternbeirat und der Schülervertretung. Sie arbeitet mit diesen Gremien eng zusammen, die Aufgaben sind eng verknüpft.
In der Schuko wird beraten und entschieden, wie die Schule ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag, welcher im im Hessischen Schulgesetz (HSchG) beschrieben ist, in eigener Verantwortung umsetzt. Die Schuko vermittelt ferner bei Meinungsverschiedenheiten.
In § 129 HSchG ist geregelt welche Entscheidungsrechte die Schuko hat. § 130 HSchG regelt wann die Schuko anzuhören ist. Damit hat die Schuko vier wesentliche Funktionen. Diese sind

  • Beratung,
  • Konfliktregelung,
  • Entscheidung und
  • Anhörung.

Die Schuko kann auch gegenüber anderen Konferenzen Empfehlungen.
Die Verteilung der Sitze zwischen den Eltern und Schülern in der Schuko wird in § 131 Abs. 2 HSchG näher geregelt, beispielsweise:

  • sind  an Grundschulen und Grundschulen mit Förderstufe in der
    Schuko fünf Eltern vertreten.
  • teilen sich an beruflichen Schulen Eltern und Schüler die Sitze im Verhältnis 1 zu 4.
    Danach besteht die Schuko aus einem Elternteil, vier Schülern, fünf Lehrkräften und
    der Schulleitung. Zusätzlich kommen noch zwei Arbeitgeber- und zwei
    Arbeitnehmervertreter mit beratender Stimme hinzu.

In den obigen Beschreibungen wurden nur die Mindestzahlen der Mitglieder berücksichtigt. Die Höchstzahlen sind in o.g. Vorschrift jeweils angegeben.